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Zerfahrene Situation

Uhr Von Frauke Siems
In Alfstedt wird derzeit an einer neuen Überführung über die Mehe gebaut. Die B 495 am Ortsausgang Richtung Lamstedt ist bis Ende Juni gesperrt. Foto: Siems

„Freie Fahrt für freie Bürger“, propagierte die Automobilindustrie in den 70er Jahren. In Alfstedt endet der Traum von der uneingeschränkten Mobilität zurzeit an der Mehe, am Ortsausgang Richtung Lamstedt. Die dortige Brücke wurde wegen mangelnder Standfestigkeit abgerissen. Bis eine neue Überführung steht, werden Monate ins Land gehen. Die Straßenbaubehörde Stade rechnet mit der Fertigstellung nicht vor Ende Juni. Bis dahin ist die Ortsdurchfahrt voll gesperrt. Die Nebenstrecken leiden schon jetzt ganz massiv. Die BZ war mit dem Alfstedter Bürgermeister Heinz Buck im Kreisrandgebiet auf „Erkundungstour“.

Neun Monate Bauzeit? Was der Laie für einen schlechten Beamtenscherz halten könnte, sorgt in Alfstedt keineswegs für Gelächter. Buck und sein Stellvertreter Klaus Mangels erhalten nahezu täglich Anrufe von aufgebrachten Einwohnern, die die unzureichende Umleitungsbeschilderung und den katastrophalen Zustand der inoffiziellen Nebenstrecken kritisieren. Allerdings sind neun Monate Bauzeit bei Brücken nicht unüblich. „Das ist anspruchsvoll“, sagte Hans-Jürgen Hesse, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade im November gegenüber der Presse. Die Brücke sei ein Unikat, die Bauteile könnten nicht vorgefertigt werden.

Doch nicht nur die lange Bauzeit sorgt für Verärgerung, auch mit der Umleitung läuft es nicht rund. Bisheriger „Höhepunkt“ der baubedingten Verkehrskapriolen war die Irrfahrt zweier Senioren, die im Neulandweg die kürzeste Verbindung Richtung Hechthausen vermuteten. Ihr Pkw fuhr sich in der Dunkelheit irgendwo im Nirgendwo fest. Die alten Leute verbrachten die Nacht frierend im Auto, ehe ein Anwohner sie am darauf folgenden Morgen mit seinem Trecker aus dem Matsch zog.

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