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Ruder-DM: Zweimal Gold für Joscha Thomann

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Junioren-DM in Hamburg: Joscha Thomann (vorne von links), Erik Greve, Niklas Eichhorst und Trutz von Warburg holten Gold.

Elm/Hamburg. Am Wochenende fanden in Hamburg die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Rudern statt. Der Elmer Joscha Thomann sorgte dabei für Furore. Der 17-Jährige vom Ruderclub Oste wurde zweifacher Deutscher Meister bei den „Leichtgewichten“.

Hamburg übernahm kurzfristig die Ausrichtung der Titelkämpfe U17/U19/U23, die ursprünglich in Essen stattfinden sollten. Grund war eine massive Verkrautung der Regattastrecke dort.

Im Vorfeld der Juniorenmeisterschaften, für die insgesamt 616 Boote gemeldet wurden, stand für Joscha Thomann die schwere Entscheidung an, in welcher Bootsklasse er dort rudern wollte; in maximal zwei Disziplinen darf gestartet werden. Nach mehreren Erfolgen in dieser Saison im Kleinboot hatten sich in enger Zusammenarbeit zwischen seiner Trainerin Christina Webb und dem Landesruderverband Schleswig-Holstein starke Mitstreiter für zwei Großboote gefunden. Obwohl er eigentlich eher Skuller ist, also mit zwei Rudern unterwegs, entschied sich der Elmer für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Riemen-Vierer und Achter. Hier steht jedem Athlet jeweils nur ein Ruder zur Verfügung.

„Für mich war dieses Projekt eine tolle Gelegenheit, die sich vielleicht so schnell nicht wieder bietet. Es ist nicht einfach, Ruderpartner zu finden, die von Alter, Gewicht und Leistung zusammenpassen. Außerdem macht das Rudern im Team auch noch doppelt Spaß“, meint der 17-Jährige, der mit dieser Entscheidung seine Vielseitigkeit bewies. Seit Mai trainierte er beinahe jedes Wochenende in Schleswig-Holstein mit der Mannschaft im Großboot.

Bereits am Donnerstag starteten in Hamburg-Allermöhe bei hochsommerlichen Temperaturen die ersten Vorläufe, in denen sich der junge Elmer mit seiner Renngemeinschaft direkt für die beiden Finalrennen qualifizierte.

Am Sonntag hieß es dann, im Finale die Nerven zu behalten. Zunächst ging er im Leichtgewichts-Vierer an den Start und gleich zu Beginn setzte sich sein Boot mit kräftigen Schlägen in Führung. Den heftigen Attacken der Konkurrenz, insbesondere eines Bootes aus Berlin, konnten sie aber souverän standhalten und schließlich als eindeutiger Sieger mit einem Vorsprung von drei Sekunden unter dem lauten Jubel der am Ufer der Dove-Elbe stehenden Fans nach 2000 Metern ins Ziel rudern. Überglücklich nahmen die vier Sportler ihre Goldmedaillen von Vertretern des Deutschen Ruderverbandes in Empfang.

Hartes Rennen im Achter

Nach der Siegerehrung hatte das Team dann etwas Zeit zum Verschnaufen bis zum Finallauf der Leichtgewichts-Achter. Ergänzt um eine Steuerfrau und vier weitere Renngemeinschaftspartner, unter anderem aus Hamburg, ging es dann aber wenige Stunden später noch einmal an die Startbrücke. In diesem Rennen ging es von Anfang an hart zur Sache und das Teilnehmerfeld lag die ganze Zeit äußerst dicht beieinander. Geschenkt wurde sich hier rein gar nichts. Unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer konnte die eingespielte Mannschaft ihre Routine aus den letzten Trainingswochenenden aber abrufen, die Führungsposition für sich einnehmen und bis ins Ziel verteidigen. Der zweite Meistertitel für Joscha Thomann war damit gesichert.

Der Vater von Joscha und 1. Vorsitzender des Ruderclub Oste, Ulf Thomann, ist stolz und glücklich, dass der junge und kleine Verein so eine großartige Leistung für sich verbuchen kann. „Ohne die Fachkenntnis der erfahrenen Trainerin Christina Webb mit Unterstützung ihres Mannes Peter, wäre das nicht möglich gewesen.

„Alles richtig gemacht,“ meint auch die Trainerin, die sich über den zweifachen Meistertitel ihres Schützlings ganz besonders freut. Schließlich hat Joscha Thomann vor gerade einmal drei Jahren das erste Mal überhaupt in einem Ruderboot gesessen. Wie sehr ihn seine Leidenschaft für den Wassersport geprägt hat, zeigt nun auch seine Entscheidung in der Berufswahl: Ab August beginnt der Elmer eine Ausbildung zum Bootsbauer.

Ebenfalls am Start für den Ruderclub Oste war Bente Köhnenkamp im Juniorinnen Einer B der 15/16-jährigen, sie belegte Platz 17. Der 18-jährige Simon Stelljes startet mittlerweile bei den Senioren B und musste sein Können gegenüber prominenter Konkurrenz, u.A.dem mehrfachen Weltmeister Tim Ole Naske, unter Beweis stellen. Im B-Finale sicherte er sich einen respektablen 4. Platz, somit Platz 10 in der Gesamtwertung. (bz)

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