Nitratbelastung in der Samtgemeinde Selsingen im Blick

Uhr Birgit Pape
Marco Mohrmann (Zweiter von rechts) wunderte sich am Donnerstag über einige Daten im Nährstoffbericht. Foto: Pape

SELSINGEN. Der Nährstoffbericht, den Heinz Hermann Wilkens von der Landwirtschaftskammer kürzlich im Ausschuss für Umwelt und Planung des Rotenburger Kreistages vorgestellt hat (BZ berichtete), ließ besonders in der Samtgemeinde Selsingen aufhorchen. 223 Kilogramm Stickstoff aus organischen Herkünften wurden im Berichtsjahr 2018/19 pro Hektar bewirtschafteter Fläche von Selsinger Betrieben im Durchschnitt auf die Felder gebracht. Nirgendwo im Landkreis war es mehr. Die CDU-Fraktion der Samtgemeinde lud nun Heinz Hermann Wilkens zu sich ein, um Hintergründe erfahren.

170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar aus organischem Dünger sind derzeit erlaubt, im Landkreis Rotenburg sind es im Durchschnitt vier Kilogramm mehr. Dabei sei der Absatz an Mineraldünger niedersachsenweit in den vergangenen zehn Jahren schon deutlich von 330 000 Tonnen auf 220 000 Tonnen zurückgegangen. Besonders in den vergangenen trockenen Jahren wurde weniger Mineraldünger aufgebracht.

Der vorhandene Stickstoff stammt im Landkreis überwiegend aus der Tierhaltung und aus den Biogasanlagen, die neben tierischem Dung auch einen hohen Anteil Pflanzen vergären. 141 Biogasanlagen gibt es im Landkreis, gerade in der Samtgemeinde Selsingen gibt es besonders viele. Sie tragen erheblich zur erhöhten Stickstoffbilanz der Selsinger Betriebe bei, da die Gärsubstrate der Anlagen seit einigen Jahren auf die organische Stickstoffmenge anzurechnen sind.

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