NABU: „Wir brauchen Verbindlichkeit“

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„Artenvielfalt jetzt“ , fordern Bettina Schröder (rechts), Renate Warren und Carsten Nietschke vom NABU bei der Unterschriftensammlung am Vörder See. Foto: Rainer Bock

Bremervörde. Die Landvolkverbände Bremervörde und Zeven wenden sich gegen das Volksbegehren „Artenvielfalt jetzt“. Der NABU Niedersachsen, Bündnis90/Die Grünen und der Deutsche Berufs- und Erwerbs-Imker-Bund haben es auf den Weg gebracht, um die Bemühungen für mehr Artenschutz in Niedersachsen gesetzlich zu verankern. Knapp 200 Organisationen und Verbände unterstützen die Initiative mittlerweile. Nicht so das Landvolk. Mit der Unterschriftensammlung trieben die Verantwortlichen einen Keil zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft, argwöhnen die Bauern und setzen stattdessen auf den „Niedersächsischen Weg“. Zu ihrer gestern in der BZ geäußerten Kritik nimmt NABU-Kreisverband Bremervörde-Zeven Stellung.

„Auch wenn Teile der Landwirtschaft derzeit versuchen, die Bevölkerung zu verunsichern und dadurch das Volksbegehren zu verunglimpfen: Das wird nicht gelingen“, meint Walter Lemmermann, Zweiter Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes Bremervörde-Zeven. „Die Menschen erkennen die wahren Zusammenhänge und sie wollen besseren Artenschutz in Niedersachsen. Deshalb unterschreiben sie.“ Viele Landwirte wüssten außerdem, dass nicht der Naturschutz für ihre Probleme verantwortlich sei.

„Der ,Niedersächsische Weg‘ ist bislang nur eine sehr vage Absichtserklärung. Er ist für niemanden verbindlich. Deshalb finden ihn die Landwirtschaftsvertreterinnen und -vertreter ja auch so gut“, meint Lemmermann. „Wir brauchen im Natur- und Artenschutz aber endlich Verbindlichkeit.“ (fs)

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