Kirche immer bürokratischer

Uhr Birgit Pape
Die Diakoninnen Louisa Backmann (rechts) und Annika Brunotte (links) und der neue Pastor Stephan Dreytza.

Mehr Bürokratie, weniger Mitglieder: Das waren zentrale Themen im jüngsten Kirchenkreistag, seit neuestem „Kirchenkreissynode“ genannt, in Oese. Superintendent Wilhelm Helmers warnte vor den Folgen.

Je weniger Mitgllieder ein Kirchenkreis hat, desto weniger Geld steht zur Verfügung. Das hat auch Auswirkung auf die Stärke der Personaldecke. Das wiederum habe Folgen für die Aufgabenbelastung für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter verbunden, hieß es. Was wiederum dazu führe, dass es immer schwerer werde, Bürgerinnen und Bürger zu finden, die bereit sind, ehrenamtlich Verantwortung in den Kirchengemeinden zu übernehmen.

Hinzu komme die sich ausbreitende Bürokratisierung, beklagte Helmers. Pastoren und Diakonen müssten Aufgaben übernehmen, die sie während des Studiums nicht erlernt hätten. Wilhelms Helmers führte wörtlich aus: „Für meinen Berufsstand kann ich sagen, dass wir stillschweigend und zunehmend vom Priesteramt, vom Lehramt und Hirtenamt Abschied nehmen mussten und wir das Empfinden haben, zu Buchhaltern, Bauleuten und Verwaltungsleistern umgeschult werden sollen, allerdings ohne diese Prozesse hinreichend beeinflussen zu können. Wir dürfen sicher sein, ich könnte auch sagen – es steht zu befürchten – dass diese Entwicklung zukünftig weitergehen wird.“ Helmers: „Eine Fülle von Mitarbeitenden im Haupt- und Ehrenamt spüren, dass trotz bester Arbeit und hohem Einsatz die Menschen doch austreten. Das ist ein schmerzhafter Prozess!“

Den kompletten Artikel können Sie in der gedruckten Ausgabe und im ePaper der BZ lesen.