Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Mit der Nutzung der Seiten und Services der Bremervörder Zeitung, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.     Mehr Infos
OK

HVV-Anbindung nicht im D-Zug-Tempo

Uhr Von Thomas Schmidt
Hoffen, dass die Verhandlungen zur Aufnahme in den HVV-Tarif vorangehen: Peter Freytag (von links, Sottrum), Dr. Silke Fricke (Bremervörde), Andreas Weber (Rotenburg), Dr. Torsten Lühring (Landkreis), Michael Niestädt (Fintel), Käthe Dittmer-Scheele (Scheeßel), Dietmar Opalka (Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen), Gerhard Oetjen (Hipstedt) und Ralf Goebel (Visselhövede). Foto: Schmidt

BREMERVÖRDE. Bremervördes Bürgermeistervertreterin Dr. Silke Fricke brachte das Problem auf den Punkt: Es könne nicht angehen, dass Bremervörder mit dem Auto nach Kutenholz fahren, um dort in den Zug zu steigen, weil erst dort das HVV-Gebiet beginnt. Doch es gibt Hoffnung, dass der Landkreis und seine Kommunen mit Schienenanbindung eine „echte HVV-Anbindung“ bekommen, wie am Montag in einem Pressegespräch mit den betroffenen Bürgermeistern und dem Ersten Kreisrat Dr. Torsten Lühring deutlich wurde – allerdings nicht im D-Zug-Tempo. Denn der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) lässt sich die Mitgliedschaft gut bezahlen.

„Seit vielen Jahren bemühen sich der Landkreis Rotenburg und die betroffenen Gemeinden um eine bessere Anbindung an den Hamburger Verkehrsverbund. Zwar gibt es seit 2008 im HVV-Übergangstarif vergünstigte Fahrkarten für Pendler von den Bahnhöfen im Landkreis in den HVV hinein, eine Ausweitung des kompletten HVV-Tarifs wird aber weiterhin diskutiert“, betonte Lühring. Angesichts der komplexen Interessenlagen von Kommunen, Landkreis, Land, HVV und Verkehrsbetrieben verlaufen die Verhandlungen nicht gerade im D-Zug-Tempo – so dass nicht nur Pendler auf die Vorzüge des HVV-Tarifs warten müssen.

Angesichts der komplexen Verhandlungen sei davon auszugehen, dass erst Ende nächsten Jahren Licht am Ende des Tunnels zu sehen sein werde, versuchte Dietmar Opalka von der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen zu erklären, warum denn alles so lange dauere. Schließlich rede man über Zehntausende von Daten, die abgeglichen und berechnet werden müssten.

Und nicht zuletzt gehe es auch um das Geld der Verkehrsunternehmen, die ein gehöriges Wörtchen bei den Verhandlungen mitreden, betonte Opalka. Selbst wenn die Verhandlungen Ende nächsten Jahres erfolgreich abgeschlossen werden sollten, würde wegen der Umsetzungsphase – etwa die Einrichtung der Fahrkartenautomaten – weitere Zeit ins Land gehen. (ts/bz)

Den kompletten Artikel können Sie in der gedruckten Ausgabe und im ePaper der BZ lesen.