Für Erhalt der Wehrhäuschens

Uhr Rainer Klöfkorn
An einem maßstabsgerechten Modell erläuterte Professor Dr.-Ing. Bernd Ettmer von der Hochschule Magdeburg-Stendal (rechts) den Teilnehmern der Magdeburg-Infofahrt, wie die künftige Durchgängigkeit der Oste in Bremervörde nach den Vorstellungen des NLWKN aussehen könnte. Fotos: Klöfkorn

Eine Bremervörder Delegation hat Magdeburg besucht. Diese besichtigte das Modell einer Sohlgleite, die das Bremervörder Wehr ersetzen könnte. Doch dabei sind: die denkmalgeschützten Gebäude im Weg.

An dem Modell der Hochschule Magdeburg-Stendal ist zu sehen, wie sich der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz – kurz NLWKN – die künftige Ersatzlösung für das Ostewehr in Bremervörde vorstellt. Eine Sohlgleite soll die von der Europäischen Union (EU) geforderte Durchlässigkeit der Oste für Fische gewährleisten. Für die meisten der Teilnehmer, die am Mittwoch auf Einladung des NLWKN an einer Informationsfahrt nach Magdeburg teilnahmen, eine Lösung, die sie nicht akzeptieren möchten. Sie fordern eine Umgehungsrinne und damit weiterhin den Erhalt der Wehranlage, die das Land Niedersachsen mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt hat.

Trotz dieser Entscheidung arbeitet der Landesbetrieb weiterhin an dem Auftrag, die bestmögliche Lösung zur Umsetzung der EU-Richtlinie zu erarbeiten. Nach Meinung der Planer in Stade und der Mitarbeiter der Hochschule ist sie mit der Sohlgleite gefunden. Professor Dr.-Ing. Bernd Ettmer sprach am Mittwoch von der aus „wasserwirtschaftlicher Sicht optimalsten Lösung“. Sie erfülle alle ökologisch wichtigen Vorgaben und verursache keine Unterhaltungskosten.

Dieser Meinung schlossen sich auch der Stader NLWKN-Leiter Martin Kogge und der verantwortliche Mitarbeiter Wilhelm Rohlfs an. Sie hatten zu der Info-Fahrt eingeladen, an der etwa 25 Personen teilnahmen. Darunter Bremervörder Stadtratsmitglieder mit Bürgermeister Detlev Fischer (CDU) an der Spitze sowie Vertreter der Ostedeich-Verbände und von Fischereivereinen.

Bürgermeister Fischer wies auf den einstimmigen Ratsbeschluss hin, der den Erhalt der denkmalgeschützten Bremervörder Wehranlage vorsieht. „Dafür werden wir auch weiterhin kämpfen“, sagte Fischer.

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