Das Virus ist nur Nebensache

Uhr Theo Bick
Die „Corona-Info-Tour“, organisiert von den für ihre Positionen vielfach kritisierten Samuel Eckert, Dr. Bodo Schiffmann und Wolfgang Greulich, machte am Donnerstag Station in Bremervörde. Über 400 Personen, viele davon nicht aus dem Landkreis Rotenburg, kamen auf das Markt- und Messegelände. Die Veranstaltung mit den in der Szene der so genannten „Querdenker“ bekannten Rednern wurde von rund 60 Polizisten begleitet. Foto: Buse

Bremervörde. Für rund zwei Stunden bot sich auf dem Bremervörder Markt- und Messegelände am Donnerstagabend eine Szenerie, an die man in Zeiten der Corona-Pandemie nicht mehr gewöhnt ist. Die Veranstaltung der „Corona-Skeptiker“ Samuel Eckert, Dr. Bodo Schiffmann und Wolfgang Greulich lockte gut 400 Zuhörer in die Ostestadt. Um Corona ging es aber genau genommen nur am Rande.

Zwar finden sich am Donnerstag auch einige Bremervörder unter den Zuhörern, ein großer Teil des Publikums kommt jedoch von außerhalb. Viele Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Bremerhaven, Osterholz und Stade steuern die Parkplätze rund um das Markt- und Messegelände an. Doch nicht nur an den weiten Anfahrtswegen, welche die Veranstaltungsteilnehmer an einem regnerischen Novemberabend auf sich genommen haben, lässt sich erkennen, wie beliebt die Corona-Skeptiker bei ihren Anhängern sind. Als der Luxus-Bus mit Dr. Bodo Schiffmann und Freikirchen-Prediger Samuel Eckert um 19.30 Uhr mit halbstündiger Verspätung auf das Markt- und Messegelände rollt, jubeln viele der Anwesenden und laufen dem Bus hinterher. Eine Gruppe zündet zur Begrüßung Wunderkerzen an.

Die Organisatoren um Schiffmann achten zu Beginn der Veranstaltung darauf, dass die vom Landkreis vorgegebenen und der Polizei überwachten Auflagen eingehalten werden. Auf Abstands- und Maskengebot wird hingewiesen, einige Freiwillige werden namentlich erfasst, als Ordner rekrutiert und mit Leuchtwesten ausgestattet. Zu Beginn der Veranstaltung wird die Polizei von Schiffmann sogar für den entspannten Empfang gelobt. Später sind allerdings deutlich andere Töne zu hören.

Den kompletten Artikel können Sie in der gedruckten Ausgabe und im ePaper der BZ lesen.