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„Zeitnahe Katharsis selten“

Uhr Von Frauke Siems
Hielt am Dienstag in der Gedenkstätte einen Vortrag über den Arbeitseinsatz von dienstverpflichteten Mädchen im Lager Sandbostel nach der Befreiung durch das britische Militär: Politologin Henrike Illig. Fotos: Siems

Sandbostel. Man muss es sehen, um es zu glauben: Im Englischen heißt das „Seeing is believing“. Unter diesem Titel hat die Politologin Henrike Illig aus Bremen am Dienstag einen Vortrag über den Arbeitseinsatz von dienstverpflichteten jungen Frauen im Sandbosteler Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager „Stalag XB“ nach der Befreiung gehalten. Die Referentin zeichnete ein sehr differenziertes Bild über die Konfrontation und den Umgang der Zwangsverpflichteten mit einer absoluten Ausnahmesituation.

Am Dialog mit den Besuchern interessiert, lud die Referentin die Zuhörer im voll besetzten Seminarraum der Gedenkstätte dazu ein, das Thema anhand von Fotos und Dokumenten von Zeitzeugen gemeinsam zu erarbeiten. Unter den ebenso interessierten wie aufgeschlossenen Gästen waren auch Angehörige von ehemaligen Dienstverpflichteten. Hans Pape aus Granstedt war als damals 14-Jähriger zum Hilfseinsatz rekrutiert worden und berichtete von seinen Erlebnissen. Die in Bremervörde aufgewachsene Henrike Illig hat die Arbeitseinsätze von Dienstverpflichteten im Rahmen ihrer Diplomarbeit am Beispiel von ehemaligen BDM-Mädchen aus Delmenhorst untersucht. Bei ihrer Forschungsarbeit stieß sie auf Abwehr. Von den rund 150 Frauen, die damals im Alter von 16 aufwärts eingesetzt waren, waren zehn gesprächsbereit.

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