„Wollen keine Superspreader-Events“

Uhr Michael Brinkmann
Jetzt stehen die ersten Heim-Pflichtspiele auf dem Programm. Der TSV Bremervörde hat deshalb ein Hygienekonzept erstellt.Foto: dpa

Bremervörde. Sie wollen zurück in die Halle und ihrem Sport nachgehen: Sechs Monate nach dem Corona-Abpfiff scharren die Handballer mit den Schuhen. Zwei Bremervörder Jugendmannschaften haben bereits auswärts die ersten Pflichtspiele bestritten. Am Wochenende standen die ersten Heimspiele auf dem Programm. Um wenigstens vor ein paar Zuschauern spielen zu können, hat der Verein in Kooperation mit der Stadt ein Hygienekonzept erstellt und das Okay für die Nutzung der Sporthalle Gnarrenburger Straße bekommen. Handball-Abteilungsleiter Raphael Zander stellt die wichtigsten Punkte vor.

Als Hallensportart hat es der Handball noch einmal ungleich schwerer als beispielsweise der Fußball. „Wir sind ja nun mal nicht an der frischen Luft“, sagt Raphael Zander. Deshalb sei ein passendes Hygienekonzept von entscheidender Bedeutung, um in den kommenden Wochen Relegations-, Meisterschafts- und Pokalspiele „ordnungsgemäß durchführen zu können“.

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Über allem stehe, Covid-19-Infektionen zu vermeiden, die Gesundheit aller Beteiligten nicht zu gefährden und dennoch vor Zuschauern spielen zu können. „Wir wollen keine Super-Spreader-Events“, betont der Abteilungsleiter. Er appelliert daher nicht nur an alle aktiven Sportler, sondern insbesondere auch an die Besucher, die mit der Stadt Bremervörde vereinbarten Vorgaben unbedingt zu respektieren. Die maximale Zuschauerzahl bei den jetzt anstehenden Spielen ist auf 50 (40 Heim- und zehn Gäste-Fans) begrenzt und das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung vorgeschrieben, nicht nur beim Betreten der Halle, sondern auf den Tribünen auch während des Spiels. Dafür gilt dort ein Mindestabstand von nur 50 Zentimetern. Der Monat September sei erst einmal ein „Testlauf“ für die im Oktober beginnende Saison der Erwachsenen. Die Praxis müsse zeigen, ob an einzelnen Stellschrauben gedreht werden muss. „Und wir sind auch offen für Verbesserungsvorschläge, die man uns gerne mitteilen sollte“, so Zander. Er sagt aber zugleich: Wer die Corona-Regeln für falsch oder unangemessen halte, der solle die Partien besser nicht besuchen. Handballspiele in Bremervörde dürften nicht zu einem „Corona-Hotspot“ werden.

Der Zutritt zur Halle erfolgt über getrennte und gekennzeichnete Bereiche: Bremervörder Mannschaften nutzen Eingang 1, Schiedsrichter Eingang 2 (Haupteingang), Gäste den Eingang 3. Jeweils die linke Kabine ist für die Teilnehmer der 1. Spielpaarung, die rechte Kabine für die Teilnehmer der 2. Spielpaarung.

Der Hallenbereich ist nur für Teilnehmer der aktuellen Spielpaarung zugänglich. Teilnehmer des nächsten Spiels haben bis zum Abschluss der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen in der Kabine zu warten. Diese erfolgt nach Beendigung des Spiels durch Mannschaftsverantwortliche für alle Bereiche: Türgriffe und Utensilien (Bänke, Pfosten, etc.).

Die Gastmannschaften werden gebeten, nach Spielende zügig die Halle zu verlassen und die Kabine sauber und ohne Ansammlung von Hinterlassenschaften zu übergeben.

Es ist für eine stetige Lüftung des Zuschauerbereichs durch Öffnen der Notausgangstüren zu sorgen.

Einbahnstraßensystem: Der Eingang 2 (Haupteingang) ist für die Zuschauer nur als Eingang zu nutzen, Ausgänge sind die jeweiligen Notausgänge links und rechts oben.

Dokumentation der Besucher: Diese kann entweder per ausgehängtem QR-Code und App-Unterstützung mit dem Handy erfolgen, um Warteschlangen zu vermeiden; aber auch analog per Formular mit den persönlichen Daten und Besuchszeiten.

An allen drei Eingängen stehen Desinfektionsspender.

Auf den Verkauf von Speisen oder Getränken wird verzichtet.

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